Für mehr Gerechtigkeit für alle bei Lohn- und Einkommensteuer Für die gesetzliche, jährliche Anpassung der Grenzsteuersätze an die Geldentwertung

Antrag für den ordentlichen Landesparteitag in Amberg (17./18.11.18)

Betr.: Für mehr Gerechtigkeit für alle bei Lohn- und Einkommensteuer
Für die gesetzliche, jährliche Anpassung der Grenzsteuersätze an die Geldentwertung

Antragsteller: KV Garmisch-Partenkirchen

Die FDP Bayern fordert die gesetzlich verankerte jährliche automatische Indexierung des Lohn- und Einkommensteuer-Grundfreibeitrags und aller darauf aufbauenden Grenzsteuersätze an die Inflation.

Die FDP Bayern bittet die Bundestagsfraktion, die dafür notwendigen gesetzgeberischen Schritte einzuleiten.

Begründung:

Der Bundesparteitag hat am 02.05.2017 mit dem Wahlprogramm für die Bundestagswahlen die wichtige Forderung aufgestellt:

„Wir wollen einen dauerhaften Einstieg in eine regelmäßige Anpassung des Steuertarifs einschließlich der Freibeträge, Freigrenzen und Pauschbeträge an die Inflation – der Tarif wird also ‚auf Räder gestellt‘.“

Dies sollte umgesetzt werden: Jährlich zu Jahresanfang also mit Beginn des neuen Steuerjahres werden die Grenzsteuersätze an die Inflationsrate des vorangegangenen Jahres automatisch indexiert, um so die sogenannte kalte Progression, die alle Lohn- und Einkommensteuerzahler trifft, nicht auch noch mit der Geldentwertung zu belasten. Also: Beträgt beispielsweise am 31.12.18 die Geldentwertung 2%, so verschieben sich für 2019 alle Steuersätze um 2%. usw. für die Folgejahre.
Das heißt: Beträgt zum Beispiel am 01.01.18 der Grundfreibetrag € 8.354 und die Jahresinflation 2%, so erhöhen sich zum 01.01.19 der Grundfreibetrag auf € 8521 und entsprechend alle folgenden Grenzsteuersätze.

Das sei anhand der folgenden Grafik erläutert:

https://www.google.de/search?pws=0&hl=de&tbm=isch&q=Progressiver+Grenzsteuersatz&chips=q:progressiver+grenzsteuersatz,online_chips:kalte+progression&sa=X&ved=0ahUKEwjk1Oq99LLdAhXSLlAKHUKQC98Q4lYIJygB&biw=1920&bih=881&dpr=1#imgrc=9COryIVOA9nYfM:

Zum 01.01.19 verschiebt sich bei einer Jahresinflation von 2% in 2018 der die Steuerbelastung zeigende Graph nach rechts. Die Steuerlast wird um die Geldentwertung entlastet.


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