Am Ersten Weihnachtstag und an Dreikönig soll „Funkelland“ gratis zugänglich sein

Antrag an den Marktgemeinderat

Am Ersten Weihnachtstag und an Dreikönig soll „Funkelland“ gratis zugänglich sein

I. Begründung
Die Illumination „Funkelland“ spaltet die Marktgemeinde. Das ist nicht gut. Deshalb muß gegengesteuert werden. Die Kritik entzündet sich nicht an der Veranstaltung selbst, sondern vor allem an folgenden Tatsachen:

1.
Die Eintrittspreise sind viel zu hoch: Garmisch-Partenkirchen will „kinderfreundliche Kommune“ sein, das hat der Marktgemeinderat erst im Oktober beschlossen, und gleichzeitig werden für „Funkelland“ Eintrittspreise verlangt, die für viele Familien nicht bezahlbar sind. Das paßt nicht zusammen, und das geht nicht. Wir haben in unserem Ort Kinderarmut, und wir haben übrigens auch Altersarmut. Wir dürfen Arme nicht von wesentlichen Dingen in der Gemeinde ausschließen.

2.
Michael Ende, nach dem der Garmischer Kurpark benannt ist, ist der Kinderbuchautor deutscher Sprache par excellence: Es wäre deshalb angemessen und würdig, allen Kindern und ihren Familienangehörigen, „Funkelland“ an zwei Tagen zu schenken, die in besonderer Weise mit Kindern und ihren Familien verbunden sind, dem Weihnachtstag und dem Dreikönigstag. Gerade am Dreikönigstag, wenn die Sternsinger unterwegs sind, um Gutes zu tun, wenn in vielen Familien der Weihnachtsbaum zum letzten Mal leuchtet, und wenn nach uralten christlichen Brauch für die Familien viele Häuser und Wohnungen in der Marktgemeinde gesegnet werden, tut der Markt gut, „Funkelland“ gratis für alle zu öffnen.

3.
Der Totensonntag wird mißachtet: Es ist unverständlich, warum die Illumination über den Totensonntag, das ist der 24.11.19, geschieht. Das trifft religiöse Gefühle. Der Totensonntag betrifft auch Nicht-Christen und sollte ein stiller Tag des Gedenkens sein.

4.
Es ist unverständlich und für viele nicht akzeptabel, daß der Kurpark, der als Vermächtnis an alle Garmisch-Partenkirchnerinnen und Garmisch-Partenkirchner gegangen ist, immer mehr vermarktet wird. Das ist nicht seine Bestimmung. Viele Bürgerinnen und Bürger denken zurecht, daß der Kurpark ihnen tagtäglich stehen soll.
Das Plenum des Marktgemeinderats wurde bislang nicht befaßt, obwohl es ein Letztentscheidungsrecht über die Verwendung des Kurparks hat. Der Marktgemeinderat trägt die politische Verantwortung. Er bzw. in seinem Namen kann nicht immer nur von den Bürgern verlangt werden – wie jetzt die Einschränkung der Nutzung des Kurparks oder vor kurzem die drastische Erhöhung der Hundesteuer, er muß auch etwas geben.

II. Antrag
Der Marktgemeinderat beschließt, daß am Ersten Weihnachtstag und am Dreikönigstag der Eintritt in „Funkelland“ gratis ist, weil der Erste Weihnachtstag und Dreikönig klassische Familienfeiertage sind.

III. Kosten
Die Kosten werden von der Marktgemeinde getragen.

Martin Schröter,
Mitglied des Marktgemeinderats.

23.11.19
#werdenfelserliberalekönnenesbesser


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