Auf #Glyphosat verzichten

168 landwirtschaftliche Betriebe haben gültige Pachtverträge mit dem Landkreis, die den Einsatz von Glyphosat und PSM erlauben.
Deshalb hat die FDP/Werdenfelser Liberale vorgeschlagen, diese Betriebe mit einer Plakette oder anders auszuzeichnen, wenn sie auf Glyphosat und andere PSM verzichten.

Der Umweltausschuss des Kreistags hat das – mit den Stimmen der Grünen (!) – abgelehnt.

Ich kann die Ablehnung der CSU noch nachvollziehen, wenn man an CSU-Landwirtschaftsminister Schmidts Brüsseler Solo denkt, ohne das Glyphosat in der EU verboten worden wäre. #GlyphosatBundesministerSchmidt

Aber die Grünen – nicht konsequent gegen PSM und Glyphosat?

Bei der nächsten Sitzung des Kreistags wird die Sache entschieden. Sie können sich darauf verlassen, daß ich kämpfen werde. Wenn wir wirklich aktiv gegen #Insektensterben vorgehen und eine reiche Flora und Fauna wollen, dann müssen wir auch mit Anreizen für die Landwirte arbeiten. Immerhin will der Landkreis glyphosatfrei werden.

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Glyphosat wird u.a. unter den Produktnamen Roundup, Weedkill, Dominator vertrieben. Der Hersteller von Glyphosat ist die US-Firma Monsanto, die inzwischen dem Bayer Konzern gehört. Was ist Glyphosat und wie wirkt es:

Die negativen Folgen des Glyphosateinsatzes für Tier- und Pflanzenwelt sind erheblich. Glyphosat trägt maßgeblich zum Artensterben in der Agrarlandschaft bei. Eine Studie aus dem September 2018 legt nahe, dass Glyphosat eine wichtige Ursache für das weltweite Bienensterben sein könnte. Dabei ist Glyphosat in der Landwirtschaft ersetzbar, vor allem durch Pflügen und Grubbern.

Zudem steht Glyphosat in starkem Verdacht, bei Menschen Krebs auszulösen. Im August 2018 hatte eine Jury des Gerichts in Kalifornien Monsanto zur Schadenersatzzahlung in dreistelliger Millionenhöhe an den an Lymphdrüsenkrebs erkrankten Kläger Dewayne „Lee“ Johnson verurteilt. Zwar ist das Urteil noch nicht rechtskräftig, aber eine Prozeßlawine rollt.


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