Aus dem Marktgemeinderat – Leifheit

Wir haben ein tüchtiges Gremium, das ehrenamtlich und hochkarätig besetzt für gutes Geld die Mittel der Leifheit-Stifter verwaltet, die die Marktgemeinde so großzügig bedacht haben.

Wie nun verlautet, plant dieses Gremium einen wirklichen Schildbürgerstreich:

Der Marktgemeinderat hat zugestimmt, aus Mitteln der Leifheit-Stiftung das alte, mitten in Garmisch gelegene Finanzamt zu kaufen, um dort Wohnungen und Begegnungsstätten für Senioren zu errichten, die es in unserem Ort reichlich gibt. Das ist geschehen.

Offensichtlich haben die Leifheit-Entscheider erkannt, daß das Abrams – siehe der Blog vom 17.02.18 – wegen der Flüchtlingskrise bis auf weiteres nicht zur Verfügung stehen wird, u.a. um Professor Haddadin und sein Forschungsteam dort unterzubringen, die, mit Leifheit-Mitteln, uns die maschinelle Pflege der Senioren nahebringen sollen. So weit, und vielleicht so gut.

Allerdings haben die Leifheit-Entscheider einen neuen Standort für den Professor und sein Zentrum ausgemacht, nämlich die beiden obersten Etagen des alten Finanzamts, in die doch – irgendwann – Senioren einziehen sollen? So weit, und so schlecht.

Denn: ein Forschungszentrum braucht nicht mitten in Garmisch zu stehen, weil Forschung im Gegensatz zu alten Leuten mobil ist. Professor Haddidin und Co. nehmen dem dritten Lebensalter also den Platz weg.

Auch sonst, liebe Freunde, habe ich Probleme mit dem Plan.

Aus Leifheit-Mitteln kann nur die Anschubfinanzierung für das Forschungszentrum erfolgen, denn die Leifheit-Mittel sind endlich. Danach muß eine Anschlußfinanzierung her. Und damit hapert es. Es gibt weder einen Zuwendungsbescheid seitens des Freistaats, wie denn auch, wir haben in einem halben Jahr Wahlen, noch seitens des Bundes, wie denn auch, wir haben keine Regierung. Oder täusche ich mich?

Mit anderen Worten, Millionen sollen aus der Stiftung hineingebuttert werden, dann geht das Geld aus. „Schee war’s“ und „Schade“ werden Professor Haddidin und seine Assistenten uns leider sagen und woanders hinziehen. Denn sie sind ja mobil. Und wir die Dummen.


Neueste Nachrichten

Zur Werkzeugleiste springen