Den Menschen in Griesen helfen – Dringlichkeitsantrag an den Marktgemeinderat

Sehr geehrte Frau erste Bürgermeisterin,

nachdem Herr Göllrich, Kreisvorsitzender der FDP/Werdenfelser Liberale, und ich heute nachmittag in Griesen waren und uns selbst ein Bild von der gelinde gesagt äußerst schwierigen Lage unserer Mitbürger dort gemacht haben, stelle ich folgenden Dringlichkeitsantrag für die Sitzung des Marktgemeinderats am kommenden Mittwoch, den 15. Mai 2019.

Mit freundlichen Grüßen
Martin Schröter, MdG
04.05.19

Dringlichkeitsantrag:

Den Menschen in Griesen, unseren Mitbürgern, helfen

I. Begründung:

Aus der Berichterstattung des „Garmisch-Partenkirchner Tagblatts“: „Für die Bewohner des Garmisch-Partenkirchner Ortsteils Griesen kommt es womöglich noch schlimmer als diese befürchten. Nach der Vollsperrung der B23 vom 13. Mai bis voraussichtlich 14. Juni – es werden im Abschnitt zwischen Grainau und Griesen Felssicherungsarbeiten vorgenommen – vielleicht nun auch noch das: Zwischen Garmisch-Partenkirchen und Reutte wird auch auf der Bahnstrecke zwischen dem 24. Mai und 11. Juni nur wenig gehen. In diesem Zeitraum nimmt die Bahn Gleisarbeiten vor.“

Das bedeutet, daß die Bürger unseres im engen Loisachtal gelegen Ortsteils Griesen geradezu hermetisch von Garmisch-Partenkirchen abgeschnitten werden. Ausnahmen sind die Wochenende, an denen der Fremdenverkehr rollen soll (!).

Die Berichterstattung ist zutreffend, wovon Herr André Göllrich, Kreisvorsitzender der FDP/Werdenfelser Liberale und ich uns heute in Griesen im Gespräch mit den dort betroffenen Mitbürgern überzeugen mußten. Gleichzeitig haben wir gemeinsam nach Lösungswegen gesucht.

Die FDP/Werdenfelser Liberale werden alles daran setzen, damit die Griesener nicht allein gelassen werden. Insbesondere geht es um eine hochschwangere Frau, eine Familie, die Kinder in Kindergärten und Horten in Garmisch-Partenkirchen hat, eine Pension, der Ausfälle in Höhe von rund € 3.000 durch die Sperrung der Verkehrswege entstehen sowie um die entsprechenden Einnahmeverluste an Kurtaxe für den Markt.

Die Information der Griesener findet bisher im wesentlich nur durch die Zeitung statt, aber nicht durch das Rathaus oder durch die Straßenbaudirektion Weilheim oder durch die Werdenfelsbahn. Die Griesener haben durch die Sperrung zuerst, man staune, durch die österreichischen Medien erfahren (!).

Der Zustand ist unhaltbar und menschenunwürdig. Die Daseinsvorsorge muß gewährleistet werden.

II.

Antrag

Der Marktgemeinderat beschließt und fordert für die Dauer der Schließung der Verkehrswege von und nach Griesen:

1.
Der werdenden, hochschwangeren Mutter die dem Grunde nach selbstverständliche Zusicherung zu geben, daß sie, wenn das Baby kommt, in das Klinikum nach Garmisch-Partenkirchen gebracht wird;

2.
Daß den Eltern der Griesener Kinder, die den Hort in Garmisch-Partenkirchen besuchen müssen, weil sie nicht rechtzeitig nach Hause fahren können, entgegen erster Auskunft, keine Extragebühren berechnet wird. Also der Markt übernimmt aus selbstverständlichen Gründen der Solidarität die Kosten;

3.
Daß der Markt wegen der mangelnden Informationen seitens der Straßenbaudirektion Weilheim sich dafür einsetzt, daß der Freistaat Bayern den Eigentümern der Alpine Blue Apartements die durch die nicht angekündigte Straßensperrung entstehenden Einnahmeausfälle gegen Nachweis erstattet.

4.
Daß der Markt sich dafür einsetzt, daß durch eine Schleusenregelung, d.h. die stundenweise Öffnung der Straße von und nach Griesen auch in der Woche die Postzustellung und -abholung gesichert wird, und damit unsere Mitbürger in Griesen Lebensmittel kaufen und ihre notwendigen Behördengänge im Rathaus und im Landratsamt erledigen können.

5.
Daß das Rathaus sofort und umfassend die Mitbürger in Griesen über die getroffenen Maßnahmen und die zu erwartenden Behinderungen unterrichtet, was bisher nicht geschehen ist.

III. Kosten

Die erste Bürgermeisterin setzt sich dafür ein, den Ausfall an Kurtaxe gegenüber Freistaat geltend zu machen. Die anderen Kosten werden aus dem Haushaltsvollzug bestritten.

gez. Martin Schröter, MdG

04.05.19


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