Die Werdenfelsbahn attraktiver machen: Für W-LAN im Zug und für Abfahrten nach Mitternacht

Antrag: Das Angebot der Werdenfelsbahn verbessern – WLAN in den Zug und letzte Abfahrt ab München-Starnberger Bahnhof erst nach Mitternacht

I. Begründung:

Der unterstehende Antrag wurde in erster Version in der Sitzung des Marktgemeinderats am 30.01.19 angenommen. Allerdings erfolgte die Annahme aufgrund des Geschäftsordnungsantrags der Kollegin Koch (CSU) nur in geänderter Fassung.

Kollegin Koch (CSU) setzte folgende Änderung durch:

„Der Marktgemeinderat beauftragt die 1. Bürgermeisterin Sigrid Meierhofer zeitnah den Antrag in den jeweiligen Gremien des Bay. Gemeindetags sowie des Bay. Städtetags vorzubringen.“

Leider erklärten sich – wohl entgegen der Auffassung der Kollegin Koch (CSU) – sowohl der Bayerische Gemeindetag als auch der Bayerische Städtetag als nicht zuständig. Beide wollen der Aufforderung des Marktes nicht nachkommen. Dies berichtete die erste Bürgermeisterin in einer der letzten Sitzungen. Frau Kochs Geschäftsordnungsantrag war also leider nicht zielführend.

Dabei ist die Problemlage dieselbe geblieben. Der Marktgemeinderat sollte also im Interesse der Bürger erneut handeln:

Jeder weiß es, Garmisch-Partenkirchen hat ein wachsendes Verkehrsproblem in Richtung München. Nicht nur die Staus am Autobahnende in Eschenlohe sind notorisch, auch die zentrale, Partenkirchen durchschneidende Verkehrsader B 2 kommt immer häufiger an ihre Belastungsgrenzen. Abhilfen sind dringend.

Eine Lösung bietet die Werdenfelsbahn. Ziel muß der 30-Minuten-Takt mindestens von Garmisch-Partenkirchen, bestenfalls sogar von Mittenwald von und nach München sein. Die Realisierung dieser Forderungen wird dauern.

Mit zwei Maßnahmen kann die Attraktivität der Werdenfelsbahn schnell erheblich verbessert und mehr Nutzen für die Fahrgäste geschaffen werden. Bessere und attraktivere Bahnverbindungen stärken unseren ländlichen Raum:

1.
Durchgängig sollen die Züge WLAN bekommen, so daß beispielsweise Pendler bereits in der Bahn und nicht erst im Büro arbeiten können. Damit schließt die Werdenfelsbahn zum Flixbus auf, der WLAN hat, und bekäme einen Vorsprung vor dem Autoverkehr.

2.
Der letzte Zug in Richtung Garmisch-Partenkirchen verläßt den Starnberger Bahnhof um 23.32 Uhr. Nach Mittenwald sogar bereits um 22.32 Uhr. Das ist viel zu früh, weil dem Lebensrhythmus vieler Mitbürger nicht angepaßt. Diese Servicelücke muß seitens der Bahn geschlossen werden.

Der Marktgemeinderat sollte sich auch als Anwalt der Bahnfahrer verstehen und u.a. an die Bayerische Eisenbahngesellschaft mbH (BEG) wenden. Die BEG plant, finanziert und kontrolliert den Schienenpersonennahverkehr in ganz Bayern. Die BEG ist zu 100% im Eigentum des Freistaats. Die Rechte des Alleingesellschafters Freistaat Bayern werden gemeinsam durch das Staatsministerium der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat (StMFLH) sowie das Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr (StMB) wahrgenommen. Die BEG wiederum erteilt den Auftrag für den Betrieb der Werdenfelsbahn.

II. Beschluß:

Der Marktgemeinderat beschließt folgende Entschließung an die Adresse der Bayerischen Staatsregierung:

Der Marktgemeinderat bittet, sämtliche Züge der Werdenfelsbahn mit WLAN auszustatten, um gerade für Pendler und Geschäftsreisende die Attraktivität der Bahn zu erhöhen, und um der Bahn so einen Wettbewerbsvorteil gegenüber dem individuellen Autoverkehr zu verschaffen, der die Straßen des Landkreises überlastet.

Der Marktgemeinderat bittet, daß die letzte Bahnfahrt ab München-Starnberger Bahnhof bis Garmisch-Partenkirchen/Mittenwald nicht wie bisher um 22.32/23.32 Uhr beginnt, sondern eine Stunde auf 0.32 Uhr verlegt wird.

III.
Kosten für die Marktgemeinde:
Keine.

gez. Martin Schröter, MdG
18.06.19

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