Für maßvolle Kindergarten- und Hortgebühren

Meinung der FDP/Werdenfelser Liberale ist:

Frühkindliche Erziehung und Ausbildung sind wichtig und müssen gefördert werden.

Kaum ein Elternteil kann es sich leisten oder will heutzutage auf den Beruf verzichten.

Wir müssen Anreize schaffen, damit junge Familien in unserem Ort bleiben können; vielmehr noch, damit sie kommen, denn wir überaltern. Garmisch-Partenkirchen lebt die demographische Krise vor, die Deutschland – bleibt alles so wie es ist – 2040/50 erreichen wird.

Deshalb wollen wir Liberale, daß Horte und Kindergärten in unserem Ort gut und preiswert werden.

Es kann nicht sein, daß angesichts steigender Wohnungsmieten die Gemeinde erneut an der Gebührenschraube dreht mit dem Ergebnis, daß Viele große Teile des zweiten Einkommens für die Betreuung ihrer Kinder hergeben müssen. Andere Gemeinden verlangen dafür nichts.

Deshalb habe ich die Erhöhung im Marktgemeinderat aus grundsätzlichen und aus sozialen Überlegungen abgelehnt. Leider wurde ich überstimmt. Ich möchte, daß die Marktgemeinde eine kinderfreundliche Politik macht. Das geschieht nicht. Stattdessen werden die falschen Anreize gesetzt.

Seien wir ehrlich: Betroffen von der zweiten Gebührenerhöhung innerhalb von zwei Jahren ist wieder einmal der Mittelstand, vor allem die Bezieher geringerer Einkommen.

Spitzenverdiener wird das kaum interessieren, und diejenigen, die leider in wirtschaftlicher Notlage sind, auch nicht, denn ihnen kann auf Antrag die Gebühr erlassen werden.

Um so mehr ärgert mich die Erhöhung, weil viel Geld für Falsches ausgegeben wird: So werden die Gemeindewerke mit Zehntausenden subventioniert, weil der Strom für unsere Straßenbeleuchtung ohne Ausschreibung von dort bezogen wird. Oder es wird das Grundstück „Bichlerhof“, ein Filetgrundstück, von der Gemeinde verkauft, ohne daß man sich durch deutschlandweite Ausschreibung um den besten Preis bemüht. Den Verlust tragen wir alle, und Sie, liebe Eltern, müssen höhere Gebühren nach den nächsten Sommerferien bezahlen. So hängt eben alles mit allem zusammen.

Ihr Martin Schröter.


Neueste Nachrichten

Zur Werkzeugleiste springen