Halbstundentakt für die Werdenfelsbahn gegen das Chaos auf unseren Straßen

Das Wochenende beweist es wieder: Gutes Wetter und Schnee bringen unendliche Staus in unseren Ort. Deshalb wollen wir Liberale auf die Schiene setzen und die Eisenbahn flott machen.

Was liegt also näher, die Werdenfelsbahn endlich im Halbstundentakt nach München fahren zu lassen? Dazu muß sie ertüchtigt werden. Wir brauchen ein zweites Gleis und zwar bis Mittenwald.

Die CSU, die ganze Bundesregierung, setzt bei uns nur auf die Straße und müht sich mit Tunnelbau ab. An ihrer Spitze, sozusagen im Tunnelvortrieb, war der Bundesverkehrsminister aus Penzberg. Allzu weit ist er nicht gekommen. Er macht jetzt etwas anderes.

Beweis: Der zweigleisige Ausbau unserer Bahnstrecke wurde nicht in den dringenden Bedarf des Bundesverkehrswegeplans 2030 aufgenommen. Wir sollen also mit der Streckenplanung der 1870er Jahre weiterfahren.

Skandalös ist, daß die Bahn AG nach dem Votum ihres obersten Dienstherrn anfängt, die Grundstücke längs der Strecke zu verkaufen, die sie eigentlich für deren zweigleisigen Ausbau brauchte.

Die Kommunalpolitiker müssen deshalb jetzt nacharbeiten. Der Kreistag hat am 15.12.17 eine Entschließung für die Ertüchtigung der Werdenfelsbahn gefaßt. Ich habe diese Entschließung in den Marktgemeinderat gebracht.

Denn so geht es nicht weiter, im wahrsten Sinne des Wortes.

 

Antrag: Halbstundentakt für die Werdenfelsbahn

I. Begründung:

Das heutige Wochenende beweist es erneut, Garmisch-Partenkirchen erstickt im Stau. Die Antwort darauf muß sein, nicht nur auf die Straße zu setzen und in Tunnel zu investieren, sondern auch in die Werdenfelsbahn und in ihre Strecke.

Ziel muß sein, und das wurde in der Sitzung des Kreistags am 15.12.17 deutlich, den Halbstundentakt durchweg zu erreichen. Das Erreichen dieses Ziels stärkt den Wirtschaftsstandort Garmisch-Partenkirchen insgesamt, weil wir dann – in Bezug auf den Takt – mit dem südlichen Ende der S-Bahn gleichziehen können und so gegebene Standortnachteile verringern.

Leider hat es die Bundesregierung und Federführung des ehemaligen Bundesverkehrsminister Dobrindt versäumt, dieses Ziel, bzw. den wahrscheinlich dafür notwendigen zweigleisigen Ausbau im Bundesverkehrswegeplan für 2030 als dringender Bedarf festzuschreiben.

Deshalb muß politisch nachgearbeitet werden. Das kann der Marktgemeinderat tun. Er sollte sich der Resolution anschließen, die der Kreistag am 15.12.17 einstimmig gefaßt hat.

II. Antrag:

Der Marktgemeinderat beschließt, sich dem Kreistag anzuschließen und die folgende Resolution an die geschäftsführende Bundesregierung, Federführung Bundesverkehrsministerium, und an die Staatsregierung zu übersenden:

„Der Markt Garmisch-Partenkirchen hält an dem Ziel fest, dass die Schienenstrecke München – Garmisch-Partenkirchen zumindest auf bestimmten Abschnitten zweigleisig ausgebaut werden soll. Dies gilt insbesondere für den Streckenabschnitt zwischen Tutzing und Murnau a. St.

Der Markt Garmisch-Partenkirchen appelliert daher an die Regierungen von Bund und Land, auf die Deutsche Bahn AG einzuwirken, keine Grundstücke entlang der Schienenstrecke zu verkaufen, die mittel- oder langfristig für einen solchen Ausbau benötigt werden könnten.

Unabhängig davon ist sicherzustellen, dass die Bahn AG vor jedem etwa geplanten Grundstücksverkauf den Markt Garmisch-Partenkirchen gesondert informiert.“


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