Monty Python führt Regie im Marktgemeinderat von Garmisch-Partenkirchen?

Folgendes Stück Realsatire ist gestern abend im Gemeinderat – höchst bürokratisch – unter TOP 4 über die öffentliche Bühne gegangen:

Frau Dr. Meierhofer meldete im Herbst 2018 (!) für den Haushalt 2019 den Bedarf für „die Hebebühne der Gärtner“ (€ 210.000 netto) und den „Ersatz für den 5-to-Bagger in Höhe von 85.000 € brutto“ an und bekommt die Summe von über € 300.000 dafür genehmigt, damit die Maschinen angekauft werden.

Was macht Dr. Meierhofer?

Sie gibt nach der Genehmigung des Haushalts im vergangenen April die Ausschreibungen für die Beschaffung an eine Anwaltskanzlei (!), das kostet extra. Diese Anwaltskanzlei tut zweieinhalb Monate nichts, „weil sie auch andere Mandanten hat“.

Dann liefert die Anwaltskanzlei endlich, und das Rathaus prüft und korrigiert das Arbeitsergebnis der Anwaltskanzlei, will sagen die fertigen Ausschreibungsunterlagen.
Dem staunenden Mitglied des Gemeinderats drängen sich spätestens an dieser Stelle Fragen auf wie: Warum schreibt das Rathaus nicht selbst aus?

Weiter: „Dann kam die Sommerpause dazwischen“ – will sagen, wir im Rathaus konnten nichts tun, oder Frau Bürgermeisterin bzw ihr Vertreter aus der CSU waren für die notwendige Unterschrift nicht erreichbar.

Ab September geht dann gar nichts mehr, denn man merkt, daß die Lieferzeiten für die Gerätschaften fünf Monate beträgt.

Das Ende vom Lied: Heran an den Markgemeinderat mit der Bitte, die Beschaffung in das nächste Jahr zu verschieben. OMG. LOL.

Wenn unsere ach so klamme Gemeinde € 300.000 bekommt, und sie schafft es nicht, das Geld binnen eines Jahres auszugeben, dann kann die Not nicht groß sein. Deshalb habe ich den Wunsch von SPD und CSU abgelehnt:
Die Hebebühne (Kosten € 200.000 ohne MWSt) wird bei uns nur 7 1/2 Wochen im Jahr eingesetzt. Sonst parkt sie im Bauhof. Was liegt also näher, als zu prüfen, diese zu mieten?

Was liegt näher als zu prüfen, sie gemeinsam mit unseren Nachbargemeinden zu kaufen?
Zumal sie für regelmäßige Arbeiten eingesetzt wird, denn wenn’s wirklich drängt, dann haben wir Gott sei Dank den Katastrophenschutz oder die exzellente Feuerwehr.


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