Schließung des Abrams in weiter Ferne

Es gehört zu den Kernaufgaben der Kommunalpolitik, auch unangenehme Wahrheiten auszusprechen, und es heißt, Sand in die Augen der Bürger zu streuen, wenn falsche Versprechungen gemacht oder tote Pferde geritten werden. Das passiert seit Monaten beim Abrams.

Realistisch ist, davon auszugehen, daß das Abrams-Gelände bis auf weiteres – also ohne fixes Enddatum – vom Bund und vom Freistaat gebraucht wird, um dort Flüchtlinge unterzubringen.

Der Bund hat Eigenbedarf, weil nicht abzusehen ist, wann die Flüchtlingskrise endet. Wir erleben angesichts unseres Wohlstands, angesichts des Terrors und der Kriege in vielen arabischen Ländern und Afrika sowie angesichts der Armut dort einen anhaltenden Zustrom von Menschen nach Europa. Der Freistaat muß aufgrund des innerdeutschen Verteilungsschlüssels, des sogenannten Königsteiner Schlüssels, seinen Anteil an diesem Zustrom managen, will sagen die Menschen unterbringen, versorgen etc.

Der Freistaat hat Eigenbedarf, denn wo sollen die Ausreisepflichtigen oder Abzuschiebenden untergebracht werden?

Wir haben auch sonst Eigenbedarf, denn im Abrams leben – soweit ich weiß – viele Menschen, die politisches Asyl genießen, aber wegen des Mangels an bezahlbarem Wohnraum in unserem Ort, keine Mietwohnungen finden.

Das Rathaus, unsere GaPa-GroKo sollte sich also realistisch diesen Tatsachen stellen.

Das heißt also für unseren Ort: Dr. Meierhofer und CSU, vergeßt das Abrams als Fläche für Robotronik (finanziert aus Mitteln der Leifheit-Stiftung), als Standort für eine Pflegeschule, Seniorenheim, Standort für die Bundespolizei oder für Sozialwohnungen.

Das sind Träumereien und bedeutet nur Zeitverschwendung bzw. weiteren jahrelangen Stillstand. Auf das Abrams werden von der GaPa-GroKo sämtliche kommunalpolitischen Wünsche projiziert, aber es ist eine Fata Morgana. Es erinnert an Herrn Tur-Tur, den Scheinriesen, den der Garmisch-Partenkirchner Schriftsteller Michael Ende so vortrefflich beschrieben hat.

Sucht andere Standorte dafür in unserem Ort, je eher, desto besser.

Immerhin hat die GaPa-GroKo auch am lautesten vor zweieinhalb Jahren „Refugees welcome“ gerufen. Jetzt müßt Ihr damit klarkommen.


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