Zum Läuten der Glocken von Sankt Martin

Meine Frau und ich haben in Sankt Martin geheiratet. Unsere Tochter wurde in dieser Kirche getauft. Sankt Martin ist mein Namenspatron.

Auch deshalb habe ich den nachfolgenden Leserbrief geschrieben, den das „Tagblatt“ veröffentlicht hat. Herzlichen Dank dafür:

„Es kommt manchmal vor, dass ich nachts spät einschlafe. Gerade dann hat mir das Zeitläuten vom Kirchturm von Sankt Martin genauso wie das Rauschen der Partnach, an deren Ufer meine Familie und ich wohnen, ein gutes Gefühl gegeben. Genauso wie frühmorgens das Zwitschern der Vögel im Frühling. Wenn ich nachts das Läuten von Sankt Martin hörte und das Rauschen der Partnach höre, dann weiß ich: Ich bin in meiner Werdenfelser Heimat. Das Zeitläuten zu beenden, ist keine politische, sondern die Entscheidung des Pfarrgemeinderats. Ich möchte Pfarrer Konitzer und den Pfarrgemeinderat mit folgender Begebenheit ermutigen: In Luxemburg, das ich sehr gut kenne, wurden in einer Vorortgemeinde 2017 neue Häuser neben der Kirche errichtet. Deren Eigentümer und Mieter beschwerten sich über das Läuten. Die Reaktion darauf war lapidar: Die Kirche steht seit über 300 Jahren. Bekanntermaßen läuten die Kirchenglocken. Die Glocken läuten weiter, auch nachts. Weiterer Protest ist nicht bekannt geworden.“

Martin Schröter
Garmisch-Partenkirchen


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